Lernstil

Das Konzept der Lernstile geht davon aus, dass die meisten Menschen einige wenige individuelle Methoden bevorzugen, mit Reizen und Informationen umzugehen. Unter ansonsten gleichen Lernbedingungen erzielen nach diesem Konzept Lernende oft deshalb unterschiedliche Erfolge, weil die von ihnen bevorzugte Lernmethode nicht angeboten wird. Darauf aufbauend wird in den letzten Jahren vermehrt darauf hingewiesen, dass Lehrer die Lernstile ihrer Schüler einschätzen und ihre Lehrmethoden dementsprechend anpassen sollten. Ein populäres Beispiel für ein Lernstil-Modell ist jenes von Kolb (1985), das vier Lernstile unterscheidet:

  • Entdecker bevorzugen konkrete Erfahrung und reflektiertes Beobachten.
  • Entscheider bevorzugen abstrakte Begriffsbildung und aktives Experimentieren.
  • Denker bevorzugen reflektiertes Beobachten und abstrakte Begriffsbildung.
  • Praktiker bevorzugen aktives Experimentieren und konkrete Erfahrung.