25.04.2009 von Antonio Anta Brink
In der SWR-3 Sendung Nachtcafé vom 24.04.2009 ging es um die Ursachen und Konsequenzen der Gewaltexzesse von Jugendlichen. Anlass zur Sendung gaben das Schulmassaker in Winnenden und der Vierfachmord in Eislingen, die beide in Baden-Württemberg stattgefunden haben.Die Sendung Nachtcafé behandelte schon mehrfach Themen aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Gesellschaft und Medien. In der Regel werden diese Themen auch mit einem gewisen Tiefgang behandelt. Man hat das Gefühl, dass sich Moderator Wieland Backes auf ein Thema vorbereitet, nachhakt und auch nicht so schnell locker lässt. Leider war die gestrige Sendung in dieser Hinsicht kein grosser Glanzpunkt. Moderator Backes bediente die klassischen Medienklischees und sprach mehrfach von "Waffenlobby" und "gewalttätigen Sportschützen". Da wo es wirklich hätte in die Tiefe gehen können - zwei Gesprächsgäste hatten das Stichwort "Wohlstandsverwahrlosung" als Ursache genannt - ging der Moderator nicht darauf ein. Vom Baden-Württemberger Innenminister Heriber Rech wurden auch keine konkreten Konsequenzen aus den Ereignissen erfragt. Die ansonsten gut ausgewählten Gesprächsgäste haben am ehesten zu einer differenzierten Sichtweise beigetragen und damit letztendlich die Sendung gerettet und empfehlenswert gemacht.Programmhinweis: Für den 8. Mai ist eine Nachtcafé-Sendung mit dem Titel "Arme kleine Tyrannen - was rettet unsere Kinder?" angekündigt.
Einen Kommentar schreiben